INFORMATIONEN ZUR DEUTSCH-MAROKKANISCHEN UMWELTMESSE
"ENVIROMAROC 2004"
MIT ANGESCHLOSSENEM FACHKONGRESS
(12. bis 14. Mai 2004 in Casablanca)
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Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)
Deutsche Industrie- und Handelskammer in Marokko (AHK Marokko)
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Ministère de l'Aménagement du Territoire, de l'Eau et
de l'Environnement
(Marokkanisches Umweltministerium)
Secrétariat d'Etat Chargé de l'Environnement
(Marokkanisches Staatssekretariat für Umwelt)
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Ein Markt entsteht: marokkanisches Umweltbewusstsein im 21. Jahrhundert
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Der marokkanische Markt für Umwelttechnik befindet sich im Umschwung. Einwohner und Verantwortliche Marokkos werden sich heute der Probleme bewusst, welche durch den bisher sorglosen Umgang mit der Umwelt hervorgerufen wurden. Nach Angaben des Marokkanischen Umweltministeriums erleidet das Land durch die Schädigung der Umwelt und deren Auswirkungen einen Verlust von jährlich 10 % des BIP.
Mit dem Erlass von Gesetzen und behördlichen Regelungen zum allgemeinen Umweltschutz im Juni 2003 geht die Regierung nun wichtige Schritte, um ein globales Umdenken bei Firmen und der marokkanischen Bevölkerung einzuleiten. Der Umweltsektor zeigt sich als neue Chance - auch für den nationalen Arbeitsmarkt - weshalb er besonders gefördert wird.
Deutschen Firmen, die sich international durch Kompetenz und Know-How für Umwelttechnik auszeichnen, bietet dieser neue Markt deshalb sehr gute Perspektiven. Gerade in der Phase des wachsenden marokkanischen Umweltbewusstseins können sich die deutschen Unternehmen hervorragend positionieren.
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Die bisherige Erfolgsgeschichte: Aller guten Dinge sind mehr als drei
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Die starke Nachfrage vor Ort nach kompetenten deutschen Herstellern und Ingenieurbüros lieferte die Idee zu einer deutsch-marokkanischen Umweltmesse. So fand die erste "EnviroMaroc" im März 1999 in Casablanca statt. Das große Interesse sowohl auf deutscher als auch auf marokkanischer Seite führte zu der Entscheidung, die "EnviroMaroc" in den Folgejahren zu wiederholen. Die zweite EnviroMaroc fand im Oktober 2001 statt und die dritte Ausgabe folgt nun im Mai 2004. Die EnviroMaroc wird bei steigender Nachfrage auch künftig ihren Platz als die Umweltmesse in Marokko kontinuierlich weiter ausbauen.
Durch umwelttechnologisch orientierte Kooperationsbörsen wie "Engineers in Dialogue" (2000) oder "EnergyWater" (2002) konnte die AHK Marokko weitere zahlreiche deutsche Unternehmen mit marokkanischen Partnern zusammenbringen. Die Durchführung von Seminaren - zuletzt im Oktober 2003 zum Thema "Abwasserbehandlung", die die Möglichkeit zum fachlichen Austausch zwischen marokkanischen und deutschen Firmen geben, runden die Schwerpunktarbeit der AHK im Umweltbereich ab.
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Marktchancen für deutsche Umwelttechnologien in Marokko
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Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung
Nach Angaben des "World Water Development Report" vom März 2003 ist die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Marokko im weltweiten Vergleich qualitativ und quantitativ unzureichend. Jedem Bewohner stehen jährlich 1000 m³ Wasser zur Verfügung. Schätzungen zufolge soll diese Menge bis 2025 um die Hälfte zurückgehen. Besonders in ländlichen Regionen ist die Versorgung mit Trinkwasser noch immer ein großes Problem. Nur rund 67 % der Stadtbevölkerung haben Anschluss an das öffentliche Abwassersammelnetz. Die Bewirtschaftung der knappen Ressource Wasser sowie eine sinnvolle Neuorganisation der Wasserversorgung und der Abwasserbehandlung sind deshalb dringend notwendig.
Chancen bieten sich in diesem Bereich für deutsche Firmen, die sich mit dezentralen Trink- und Abwassertechniken, Bewässerungssystemen oder Rohrleitungssanierung/-erneuerung beschäftigen, sowie für Beratungs- und Planungsfirmen.
Abfallwirtschaft
Marokko hat ein ernstzunehmendes Problem mit der Organisation der Abfallentsorgung. Noch wird diese Aufgabe überwiegend von den Kommunen wahrgenommen. Diese sind jedoch aufgrund der zahlreichen städtischen Verantwortungsbereiche sowie durch die Überalterung der Fahrzeuge und Anlagen nicht in der Lage, die Abfallentsorgung und das Mülldeponiemanagement gemäß internationalen Standards zu gewährleisten.
Als Beispiel kann Casablanca dienen. Die Wirtschaftsmetropole produziert täglich 3000 t Haushaltsmüll. Die Übertragung der städtischen Abfallwirtschaft auf zwei oder mehr Betreibergesellschaften für die nächsten zehn Jahre soll dem Missstand der fehlenden Organisation nun Abhilfe schaffen. Die Stadt wurde hierzu in fünf unabhängige Zonen aufgeteilt, deren Abfälle nach einem neuen System abgeholt und abtransportiert werden sollen. Das Projekt der Delegierung ist nach der internationalen Ausschreibung im August nun mit sechs internationalen Bewerbern in die Endphase vorgerückt. Diesem Beispiel Casablancas folgen immer mehr marokkanische Gemeinden.
Deutschen Firmen aus solchen Bereichen wie Isoliertechnik oder Grundwasserschutz stehen deshalb in Marokko viele Möglichkeiten offen.
Luftreinhaltung und Klimaschutz
Die marokkanische Luft wird durch die Industrie mit 2,5 Mio. Tonnen Abgasen und durch den Verkehr mit zusätzlichen 0,5 Mio. Tonnen pro Jahr belastet. In einigen Städten liegt der Grad der Luftverschmutzung 50 % über dem von der WHO tolerierten Wert. Im letzten Jahr wurde ein Aktionsplan (Plan d'Action National pour l'Environnement, PANE) mit einem jährlichen Budget von 9,7 Mio. € eingerichtet, der einen Anteil von 34 % für Maßnahmen zur Luftreinhaltung vorsieht. Das im Juni diesen Jahres veröffentlichte Gesetz zum Schutz der Umwelt enthält zusätzlich strenge Regelungen und Sanktionen im Bereich Klimaschutz und Luftreinhaltung.
Die Chancen für die deutsche Wirtschaft liegen in diesem Bereich z.B. in der Mess- und Verfahrenstechnik oder in der Lieferung/Produktion von Filtersystemen.
Erneuerbare Energien
Marokkos Energiebedarf wird noch immer zum weitaus größten Teil aus Importen gedeckt. Daraus ergibt sich ein dringender Bedarf an erneuerbaren Energiequellen. In der Region Tanger-Tétouan ist Ende August 2000 der Windpark "Abdelkhalek Torres" mit 84 Windkrafträdern und einer Gesamtleistung von 50,4 MW ans Netz gegangen. Die Finanzierung von ca. 65 Mio. € wurde von einem privaten Investoren-Konsortium vollständig ohne Unterstützung des marokkanischen Staates bewältigt. Weitere Projekte in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft sind in Vorbereitung.
Dezentrale Versorgungslösungen für Gemeinden und Tourismusprojekte, für Krankenhäuser oder die Industrie sowie Meerwasserentsalzung oder Hybridtechniken zeigen sich als Chancen für den Einstieg deutscher Firmen in den marokkanischen Umwelttechnologiemarkt.
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Eine gute Zusammenarbeit: deutsches Umweltengagement in Marokko
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Marokko ist Schwerpunktpartnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und ein wichtiges Partnerland der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), deren Priorität in der finanziellen Zusammenarbeit mit diesem Land seit einiger Zeit auf dem Umweltsektor liegt. Die KfW refinanzierte im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit bereits Kredite in Höhe von 24 Mio. Euro des marokkanischen industriellen Umweltfonds (FODEP).
Durch dieses Engagement gewinnt Deutschland eine wichtige Stellung im Umweltsektor Marokkos, wovon auch deutsche Lieferanten und Dienstleister profitieren können.
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EnviroMaroc 2004 - ökologisches und ökonomisches Potenzial Marokko
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Mit der nunmehr dritten Ausgabe der "EnviroMaroc" soll deutschen Firmen und Ingenieurbüros erneut die Möglichkeit gegeben werden, eigenes Know-How und ausgereifte Technologien vor Ort zu präsentieren und den marokkanischen Markt für sich zu erschließen. Die Nachfrage nach deutschem Know-How ist sowohl von privater als auch von staatlicher Seite groß. Deshalb wird die "EnviroMaroc 2004" vom marokkanischen Umweltministerium unterstützt.
Die "EnviroMaroc 2004" wird vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Marokko (AHK Marokko) durchgeführt.
Vorrangige Ziele der Leistungsschau werden der Technologietransfer sowie die gezielte Anbahnung von Kooperationen zwischen deutschen Unternehmen der Umwelttechnik und marokkanischen Firmen und Behörden sein. Zu diesem Zweck wird die AHK bereits im Vorfeld fachliche Gesprächstermine zwischen den deutschen Teilnehmern und den potenziellen marokkanischen Partnern vermitteln, die dann vorwiegend während oder aber auch im Umfeld der "EnviroMaroc 2004" wahrgenommen werden können
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Konkret sollen folgende Maßnamen durchgeführt werden:
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Zur Vorbereitung der Veranstaltung und zur Erstellung von Marktinformationen in französischer Sprache wird im Frühjahr 2004 ein Informationstag in Deutschland für teilnehmende und interessierte Unternehmen stattfinden.
Kontaktentwicklung vor Ort in Marokko durch Akquisition, Auswahl und Einladung marokkanischer Gesprächs- und Kooperationspartner sowie Entscheidungsträger.
Unterstützung vor Ort bei der Vertiefung der entstandenen Kontakte in der Nachbereitungsphase.
Parallel zur Ausstellung wird die GTZ ein Fachseminar zum Thema "L'environnement au Maroc: un marché entre la demande locale et les expériences internationales" anbieten.
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Kosten / Anmeldung
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Die "EnviroMaroc 2004" wird vom BMZ finanziell gefördert. Der Eigenanteil der Teilnehmer (fällig nach der Rechnungsstellung durch die AHK) beträgt pauschal 1.700, €. Die Teilnehmer tragen ihre Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten selbst. Die AHK ist gerne bei Hotelreservierungen behilflich, um den Teilnehmern günstigere Tarife zu ermöglichen.
Der Anmeldeschluss für Teilnehmer ist der 15. März 2004.
Sind Sie an einer Teilnahme interessiert, senden Sie uns bitte die
Rückantwort per
E-Mail oder per Fax unter 00212 / 22 / 44 96 93 zu. Wir werden Ihnen
dann umgehen die Anmeldeunterlagen zuschicken.
Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen und für weitergehende Informationen ist Herr Nordin Belmokhtar, Projektleiter der "EnviroMaroc 2004" für die AHK Marokko.
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AHK Marokko
Dipl.-Bw. Nordin Belmokhtar
Abt. Wirtschaftsförderung
8, Bd. de Khouribga
20000 Casablanca
MAROKKO
Tel: +212 22 44 98 22 oder 23
Fax: +212 22 44 96 93
nordin.belmokhtar@dihkcasa.org
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