Wissenswertes
über Marokko
Das Königreich Marokko hat etwas über 30 Mio.
Einwohner. Die Wirtschaftszentren sind Casablanca,
Tanger und Rabat.
2003 betrug das Haushaltsdefizit -3,6% (2002:
-4,3%) des Bruttoinlandsprodukts (BIP), die
Inflation lag bei 1,2% (2002: 2,8%; Prognose
2004: 2,0%). Das BIP nahm 2003 um +5,5% zu (2002:
+3,2 %; Prognose 2004: +4%).
Die Gesamtimporte betrugen im Jahr 2003 aus
marokkanischer Sicht rund 135 Mrd. DH (2002:
129,3 Mrd DH), was einem Plus von rund 5 Mrd.
DH entspricht (+4%). Die Gesamtexporte beliefen
sich auf 83 Mrd. DH (2002: 85,6 Mrd. DH) und
verzeichneten damit einen Rückgang von rund
3 Mrd. DH (-3,6%).
Als Außenhandelspartner Marokkos nahm Deutschland
2003 unter den Exportländern Platz 5 ein und
unter den Importländern Platz 4.
Die Exporte nach Deutschland beliefen sich 2003
aus marokkanischer Sicht auf rund 2,9 Mrd. DH
(2002: 3,6 Mrd. DH). (Die vom Statistischen
Bundesamt angegebenen Werte liegen sogar deutlich
höher, was auf unterschiedliche Berechnungen
zurückgeführt werden kann; die Importe Deutschlands
aus Marokko erreichten demnach im Jahr 2003
eine Höhe von rund 490 Mio. Euro / ~ 4,9 Mrd.
DH).
Die Importe aus Deutschland nach Marokko lagen
2003 aus marokkansicher Sicht bei rund 7 Mrd.
DH (2002: 6,9 Mrd. DH). (Die vom Statistischen
Bundesamt angegebenen Werte liegen auch hier
deutlich höher; die Exporte Deutschlands nach
Marokko erreichten demnach im Jahr 2003 eine
Höhe von rund 892 Mio. Euro / ~ 8,9 Mrd. DH).
2002 befand sich Deutschland noch auf Platz
6 der marokkanischen Export- und Importpartner.
Damit ist in beiden Bereichen in der Rangfolge
eine positive Entwicklung festzustellen.
Im Hinblick auf die Direktinvestitionen und
privaten Anleihen belegte Deutschland im Jahr
2003 mit 147,4 Mio. DH Platz 9 unter den internationalen
Investoren in Marokko.
Am 1. März 2000 ist das Assoziierungsabkommen
zwischen Marokko und der EU zur Errichtung einer
Freihandelszone in Kraft getreten. Seit Anfang
1997 werden Lieferungen von Industriewaren aus
der EU durch den schrittweisen Abbau von Zöllen
und Handelshemmnissen begünstigt.
Marokko hat eine liberale Wirtschaftsverfassung
und verfolgt eine konsequente Liberalisierungspolitik,
die eine Stärkung des privaten Sektors, die
Aufhebung der Staatsmonopole und den Ausbau
des Kapitalmarktes anstrebt. Für die Privatwirtschaft
erforderliche gesetzliche Bestimmungen werden
zunehmend eingeführt und aktualisiert.
Ausländischen Investoren werden Vorteile verschiedener
Art gewährt. Die Vergünstigungen umfassen z.
B. eine Ermäßigung des Zollsatzes für die im
Rahmen der Investition importierten Anlagen
und eine Befreiung von der Gewerbesteuer für
die Dauer von fünf Jahren. Kapital und Gewinne
aus Investitionsprojekten ausländischer Geschäftsleute
können ohne Beschränkungen von und nach Deutschland
transferiert werden.
Aktueller Konjunkturbericht:
pdf Bericht
des Konjunkturzentrums für 2004
Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung
in Marokko
Die Experten der Weltbank sowie Banken und internationale
Investmentgesellschaften bescheinigen Marokko
ein großes Wachstumspotential und stufen das
Land als möglichen Zukunftsmarkt ein. Als potentielle
Wachstumsbranchen sind vor allem die Bereiche
Nahrungsmittel, Fischerei, Textil/Bekleidung,
Chemie, Baugewerbe, Tourismus, Transportausrüstungen
und Kommunikation zu nennen. Auch der Umweltmarkt
kann für deutsche Unternehmen von besonderem
Interesse sein.